Motorisierte Erdbohrer und in diesem Zusammenhang auch Brunnenbohrer sind Spezialgeräte. Wenn Pflanzlöcher auszuheben, Löcher für Zaunpfähle oder Pergolen, oder auch Punktfundamente herzustellen sind, können diese Geräte die harte Arbeit um ein Vielfaches leichter machen.

Was sich einfach anhört, das Bohren von Erdlöchern aller Art Tiefe von Hand, ist ausgesprochene Knochenarbeit. Ideale Böden dazu sind Sande, Kiese oder leichte Tone. Schon leichte Verdichtungen können dem Bohrenden aber das Leben schnell zur Bohrhölle machen, ganz zu schweigen von den Widerständen bei wachsenden Tiefen.

Ganz zum Stillstand kommt der Bohrvorgang dann, wenn Steine oder andere feste Gegenstände getroffen werden. Manchmal verkantet sich der Bohrer dann so stark, dass nichts mehr, weder vor noch zurück, geht. In diesem Fall lieber den Bohrer einmal mehr nach oben holen reinigen, damit wenigstens das Bohrloch frei bleibt, und man den Bohrer auf jeden Fall retten kann, auch wenn es dann trotzdem nicht weiter nach unten geht.

Auch das Bohren mit Motorkraft erfordert viel Aufmerksamkeit Kraft. Verkantet der Bohrer und verklemmt sich, muss schnell reagiert werden, weil sonst die Motorkraft auf den Bediener gelenkt wird und dieser statt des Bohrers in Rotation versetzt wird. Dafür muss die Drehzahl runter oder der Motor komplett abgewürgt werden. In so einer Situation sind natürlich Bohrer besser, die von zwei Bedienern geführt werden.

Obwohl das Problem verklemmter Bohrer so lange bekannt ist, wie es Erdbohrer gibt, gab es lange Zeit nur wenige befriedigende Lösungen zum schnellen Stop. Häufig wird heute eine Bremse eingesetzt, die beim Verhaken des Bohrers am Oberschenkel des Anwenders ausgelöst wird und das Bohrwerkzeug sofort zum Stillstand bringt. Gleichzeitig hilft die Sperre mit, den festsitzenden Bohrer gegen den Uhrzeiger wieder aus dem Bohrloch heraus zu drehen.