Gartenhäcksler oder schlicht Häcksler, nach dem englischen Shredder [Häcksler] in Deutschland auch als Schredder bezeichnet, sind neben dem Rasenmäher das wichtigste Hilfsmittel für die Gartenarbeit. Sie machen aus großen, sperrigen Haufen von Gartenabfällen aller Art bestes Ausgangsmaterial für den Komposthaufen oder das Mulchen.

Die unterste Preis- und Leistungsklasse sind die Hobbyhäcksler. Mit den eingebauten 23o V-Elektromotoren erreichen sie maximale Leistungen um 2,o kW und verarbeiten maximale Aststärken irgendwo um 35 bis 4o mm. Schon deutlich mehr Leitung kann aus Motoren herausgeholt werden, die mit einem 38o V-Anschluss zurechtkommen. Diese Starkstrommotoren bringen es auf Leistungen ab 3,o kW und ihre Schneidsysteme schaffen Aststärken bis 8o und mehr Millimeter.

Danach kommen die Häcksler, die mit einem Benzin- oder sogar Dieselmotor angetrieben werden. Ihre Leistung nimmt natürlich mit der des Motors zu, ebenso die zu verarbeitenden Aststärken. Aus der Motorisierung mit einem Verbrennungsmotor ergibt sich ein Problem: Da Häcksler im Privatbereich in der Regel nur sehr wenige Male im Jahr eingesetzt werden, kann es hier zu Startschwierigkeiten kommen. Bei einem starken elektrischen Antrieb ist dies nicht der Fall.

Alle die mit der Motordrehzahl arbeitenden Häcksler Schnellläufer genannt kämpfen mit dem Problem Lärm. Auch umfassende Maßnahmen zur Lärmvermeidung, z.B. isolierte Einwurftrichter, haben das Krachmachen reduziert, aber eben nicht zufriedenstellend. In solchen Fällen wird dann immer die Drehzahl der Motoren heruntergesetzt, um dem Lärm zu begegnen. Bei den Häckslern wurden dazu spezielle Getriebe entwickelt, die aus den schnellen Läufern langsame machte. Und diese als Walzenhäcksler bezeichneten Geräte sind dann auch konkurrenzlos leise.

Ihre Walze erfasst das Häckselgut, zieht es selbst ein, und zerquetscht es an einer Druckplatte oder -walze. Die geringere Drehzahl lässt aber auch den Durchsatz deutlich sinken. Ein anderes Zerkleinerungssystem ist die Spindel. Sie ist in gewisser Weise eine Sonderform der Walze. Dabei zieht eine Art Förderschnecke das Häckselgut selbsttätig ein und quetscht und schneidet es anschließend.