Wo keine Steckdose in der Nähe ist, muss der Strom woanders herkommen. Heute produzieren ihn Stromerzeuger oder Generatoren. Ob beim Campen, auf Baustellen, im Ferienhaus oder auf Booten: überall dort und natürlich im Garten werden diese Geräte eingesetzt.Die Bandbreite -tiefe der in Deutschland angebotenen Stromerzeuger ist jedenfalls riesengroß. Vom tragbaren Koffergerät über einachsige Generatoren, die sich wie eine Schubkarre fahren lassen, bis zum Stromerzeuger auf LKW-Fahrgestell, der die Haushalte eines ganzen Ortsteiles mit Strom versorgt, reicht die Palette. Sogar landwirtschaftliche Traktoren können über ihre Zapfwellen Strom erzeugen.

Mit einem Stromerzeuger können drei Arten von Strom erzeugt werden: Gleichstrom, Wechselstrom und Drehstrom. Mit Gleichstrom, meist 12 oder 24 V lassen sich Batterien Akkus laden. 23o V Wechselstrom ist die bei uns gebräuchlichste Stromart. Damit wird fast jedes elektrische Gerät im Haus- Gartenbereich betrieben. Drehstrom hat im Haushalt 4oo V und treibt Waschmaschinen, Herde oder im Gartenbereich leistungsstarke Häcksler oder Holzspalter an.

Verbrauchsgeräte benötigen beim Einschalten entweder gleichmäßig viel Strom, oder sie brauchen zum ersten Anlaufen ein Mehrfaches von dem, was sie im Dauerbetrieb aus dem Netz ziehen. Je nach ihrer Eignung werden deshalb zwei Arten von Generatoren unterschieden: Asynchron- Synchron-Stromerzeuger.

Die Asynchronen haben einen geschlossenen Generatoraufbau und werden in der Schutzklasse IP 54 ausgeführt. Äußerlich erkennbar sind sie meist durch ihre außen liegenden Kühlrippen und ihren Kondensator. Eingesetzt werden solche Geräte für alle elektrischen Geräte, die keinen hohen Anlaufstrom benötigen. Ein anderer Name dafür sind Ohmsche Verbraucher. Für sie gilt: Einschaltstrom = Betriebsstrom. Zu ihnen gehören Glühlampen, Heizungen usw. Bei Ohmschen Verbrauchern können die Leistungsdaten eins zu eins übernommen werden.

Durch ihren offenen Aufbau besitzen die Synchron-Stromerzeuger im allgemeinen die Schutzart IP 23. Heute sind aber auch IP 54-Geräte am Markt. Die Aggregate sind so gebaut, dass sie kurzfristig eine Überlastung bis zum drei- bis vierfachen aushalten. Synchron-Generatoren treiben sogenannte induktive Verbraucher an. Das sind jene mit Elektromotoren. Sie benötigen beim Anlaufen einen mehrfach höheren Strombedarf, um auf ihre Drehzahl zu kommen.

Der höhere Strombedarf wird zum Aufbau des magnetischen Feldes sowie zum Erreichen der optimalen Drehzahl benötigt. Der höhere Wert liegt in einer Größenordnung vom zwei bis fünffachen des Betriebsstromes. Zu den induktiven Verbrauchern gehören also zum Beispiel Rasenmäher, Häcksler, Kettensägen oder Hochdruckreiniger, aber auch Bohrhämmer, Betonmischer Winkelschleifer.