Rasenfilz bedroht den Zierrasen. Mit der Zeit bildet sich fast in jedem Rasen eine Filzschicht, die aus Moosen, abgestorbenen Gräsern und Unkräutern besteht. Um diesem Problem zu begegnen, muß diese Filzschicht entfernt werden. Da das Entfernen mit der Harke sehr kräftezehrend ist, bietet sich hierfür ein Vertikutierer an.Beim Vertikutierer schneiden rotierende Federstahlmesser oder Federn senkrecht in den Boden. Das Vertikutiergut wird je nach Modell abgelegt oder im Fangsack aufgesammelt. Angetrieben wird die Welle in den meisten Fällen von einem Elektromotor. Für größere oder verwinkelte Flächen ist natürlich ein Benzinmotor zu empfehlen, um den Kampf mit dem Elektrokabel zu vermeiden.

Die Schnittiefe wird entweder über die Verstellung der Räder oder die Veränderung der Messerwelle eingestellt. Eine Tiefe von 3 bis 5 mm ist zu empfehlen. Das reicht, um die Filzschicht und flachwurzelnde Unkräuter zu entfernen, ohne dem Rasen zu schaden.

Vielfach wird eine Fangbox mit angeboten, die jedoch nur bei häufigem Vertikutieren Sinn macht. Bei den Mengen, die beim einmaligen Vertikutieren im Jahr anfallen, ist die Fangbox schon nach wenigen Metern voll und muss ständig geleert werden. Eine kostengünstige Alternative ist die sogenannte Kraftharke. Hierbei wird bei dem vorhandenen Rasenmäher das Messer gegen die Kraftharke getauscht.

Die Kraftharke ist ein Balken mit an den Enden befestigte Federn. Die Federn werden mit der Höhenverstellung des Rasenmähers so eingestellt, das sie auf festem Untergrund ca. 5-10mm über dem Boden stehen. Beim Laufen des Mähers harken die Federn jetzt auf einer Kreisbahn durch den Boden. Der Nachteil dieses Systems ist als ein Kreis in der Rasenfläche zu erkennen, wenn der Vorschub des Geräts unterbrochen wird, ohne das Gerät anzukippen.